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Dehnungsfuge beugt Spannungsrissen vor

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Dehnungsfuge beugt Spannungsrissen vor

Autor: ah (CF)

Dass Holz arbeitet, ist jedem ein Begriff. Es verbleibt also auch verbaut nicht in einem festen Zustand. Der Dehnungsfuge kommt hier eine wichtige Funktion zu. Sie beugt nämlich Rissbildung in den Bauteilen vor. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Die Dehnungsfuge lässt Bewegung zu

Bauteile sind nicht starr. Trotz Verbauung können sie durch Temperaturänderungen quellen, schwinden oder sich setzen. Damit dieser Vorgang keinen Einfluss auf den Baukörper hat, wird schon beim Trockenbau eine sogenannte Dehnungsfuge eingeplant. Dieser Zwischenraum wird aufgrund seiner besonderen Funktion auch als Bewegungsfuge bezeichnet. Doch die Fuge bleibt nicht ganz leer. Der Leerraum wird mit dauerplastischem oder dauerelastischem Material wie Acryl oder Silikon gefüllt. Dehnt sich ein Bauteil nun aufgrund von Temperaturschwankungen oder Ähnlichem aus, kann es sich in der Bewegungsfuge ausbreiten, ohne dass andere Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf diese Weise gleicht die Dehnungsfuge das Quellen oder Schwinden der Materialien aus.

Ohne Bewegungsfuge drohen Risse

Wird beim Bau auf die Dehnungsfuge verzichtet, kann das einen kritischen Einfluss auf die Statik des Gebäudes haben. Spannungen in den Bauteilen führen zu Rissen, die das großflächige, feste Material durchziehen. Darüber hinaus kann das Fehlen einer Bewegungsfuge auch Undichtigkeiten zur Folge haben. Schäden am Gebäude sind das Resultat. Dehnungsfugen werden zum Beispiel beim Bodenaufbau und Dachbau einkalkuliert. Auf dem Boden verhindert die Bewegungsfuge, dass Trocken- oder Nassestriche sich aufwölben. Im Dachbereich verhindern sie Spannungen durch Sonneneinstrahlung. Bei einer hohen Rissbildung lassen sich weitere Dehnungsfugen einfügen. Wenn Gebäudeteile renoviert werden, sollten die Fugen in jedem Fall erhalten bleiben und, wenn nötig, erneuert werden.

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