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Dampfreiniger: Tipps für Kauf, Zubehör und das Reinigen mit Dampf

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Tipps fürs Putzen mit Dampfreinigern

Autor: rw

Dampfreiniger sind für Kissen nur bedingt zu empfehlen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dampfreiniger sind für Kissen nur bedingt zu empfehlen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Glaubt man den Herstellern sind Dampfreiniger sind im Haushalt wahre Alleskönner. Zugleich geraten die Produzenten ins Schwärmen über tiefenhygienische Sauberkeit ganz ohne chemische Reinigungsmittel. Aber halten Dampfreiniger wirklich, was Ihre Hersteller versprechen? Wir haben die größten Dampfreiniger-Mythen einmal genauer unter die Lupe genommen.

Dass man mit heißem Dampf selbst hartnäckigen Schmutz beseitigen kann, ist schon seit Jahrzehnten kein Geheimnis mehr. Ölverschmierte Motoren werden bereits seit 60 Jahren mit einem Dampfstrahl gereinigt. Und auch in deutschen Haushalten macht man Verschmutzungen schon seit etwa 15 Jahren Dampf.

So funktioniert das Putzen mit dem Dampfreiniger

Grundsätzlich spielen für die Reinigungswirkung der Dampfreiniger drei Faktoren eine ausschlaggebende Rolle: Die mechanische Wirkung des Dampfstoßes, dessen hohe Temperatur und die Kondensation der Dampfpartikel, wenn sie auf die Oberfläche treffen. Qualitäts-Geräte erzeugen einen solchen Druck, dass der Dampf mit Geschwindigkeiten von rund 180 Stundenkilometern auf die zu reinigende Fläche trifft und den Schmutz löst. Ebenso wichtig für eine gute Reinigungsleistung ist eine hohe Dampftemperatur. "Um den Schmutz zu lösen, muss umso weniger mechanische Energie eingesetzt werden, je höher die Temperatur ist", erläutert David Wickel von Kärcher.

Darüber hinaus besitzt Dampf physikalische Eigenschaften, die beim Saubermachen ähnlich wirken, wie die in Putzmitteln enthaltenen Tenside: Der Dampf dringt unter die Verschmutzungen vor und gelangt dabei – anders als Bürsten, Lappen und Co. – auch noch in die feinsten Ritzen und Poren. Wenn er dann wieder zu Wasser kondensiert, löst er dabei zugleich den Schmutz vom Untergrund. Auf den Einsatz weiterer Putz- und Reinigungsmittel kann verzichtet werden.

Putztipps für den Dampfreiniger

Das klappt allerdings nur, wenn man einige Putztipps im Umgang mit dem Dampfreiniger beachtet: Besonders wichtig ist es, das verwendete Mikrofasertuch regelmäßig auszutauschen, damit es den gelösten Schmutz auch aufnehmen kann. Verschmutzungen effektiv zu lösen, ist für die dampfenden Hausgeräte laut Stiftung Warentest nämlich weniger das Problem. Die Mikrofasertücher, welche über die Dampfdüse gespannt werden, nähmen den Dreck aber häufig nicht gut genug auf, so dass man dann einen feucht-schmierigen Film auf dem Fußboden verteile.

Der Tank eines Dampfreinigers sollte außerdem stets nur zu drei Vierteln gefüllt werden. Denn in dem Hohlraum sammelt sich der aufsteigende Wasserdampf, erläutert Mathias Krebs vom TÜV Süd in München. Ist der Tank ganz voll, komme folglich nur Wasser durch die Düse. Vorsicht geboten ist bei Laminat- oder Parkettböden. Diese dürfen nur mit Dampfreinigern gesäubert werden, bei denen die ausgestoßene Dampfmenge regelbar ist. Bei allzu feuchter Reinigung könnten die Böden aufquellen. Auch bei verklebten Böden – beispielsweise aus PVC – kann die Hitze den Kleber lösen oder der heiße Dampf die Oberfläche verfärben.

Sinnvolles Zubehör für Dampfreiniger

Um Badarmaturen oder auch Edelstahlflächen in der Küche zu reinigen, braucht man das richtige Zubehör. Fürs Badezimmer empfiehlt Kärcher Punktstrahldüsen, die für leichte Verkalkungen oder Seifenränder mit einem Bürstenaufsatz bestückt werden müssen. "Um Fugen sauber zu bekommen, sollte die Düse nicht nur quer, sondern auch diagonal zur Fuge bewegt werden", so die Empfehlung. Eine dicke Kalkschicht lasse sich so allerdings nicht entfernen, gesteht ein Unternehmenssprecher ein. Dann helfen diese Hausmittel gegen Kalk-Ablagerungen.

Edelstahlflächen in der Küche reinige man am besten mit einem Düsen-Überzug aus Plüschvelour. Häufig ist bei Marken-Herstellern umfangreiches Zubehör bereits im Kaufpreis enthalten. Dann können Dampfreiniger sogar bügeln. "Dank des erhöhten Drucks wird dabei auch mehrlagiges oder starkes Gewebe durchdrungen und somit durch einmaliges Überbügeln geglättet", wirbt Kärcher.

Dampfreiniger kann man im Baumarkt ausleihen

Tatsächlich kann man mit Dampfreinigern also – entsprechendes Zubehör vorausgesetzt – vom Fenster über das Ceran-Kochfeld bis zum Fußboden fast alles reinigen. Das Ergebnis ist allerdings sehr unterschiedlich. Im einem Test der Stiftung Warentest konnten Dampfreiniger weder beim Fensterputzen noch beim Reinigen verschiedener Fußböden mit Fensterleder oder Wischmopp mithalten. Elektro-Geräten und -Installationen wie Lichtschaltern und Steckdosen sollte man mit Dampf komplett fernbleiben, um keinen Kurzschluss zu riskieren.

Wer selbst herausfinden möchte, wie gut das Reinigungsergebnis beim Putzen mit dem Dampfreiniger ist, muss sich nicht gleich ein eigenes Gerät kaufen. Die dampfenden Haushaltshilfen kann man in vielen Baumärkten gegen Gebühr ausleihen. Die Preise dafür liegen zwischen 10 und 20 Euro pro Tag. So kann man am Leihgerät selber testen, ob Dampfreiniger die eigenen Erwartungen erfüllen.

Sind Dampfreiniger gut für die Umwelt?

Umstritten ist, ob Dampfreiniger aus ökologischer Sicht empfehlenswert sind. "Aus einem Liter Wasser entstehen 1700 Liter Dampf. Damit kann eine Fläche von circa 60 Quadratmetern gereinigt werden", erklärt Kärcher-Sprecherin Verena Schweizer gegenüber zuhause.de. Der Wasserverbrauch fürs Putzen reduziere sich um bis zu 80 Prozent. Auf zusätzliche Reinigungsmittel könne man verzichten, was zugleich den Geldbeutel wie auch die Umwelt entlaste.

Die Stiftung Warentest allerdings widerspricht: Für das Aufheizen und Verdampfen des Wassers werde so viel Energie benötigt, dass der positive Effekt einer Wasserersparnis dadurch wieder zunichte gemacht werde. Um den Energieverbrauch von Dampfreinigern zu senken, empfiehlt Mathias Krebs vom TÜV Süd, den Tank gleich mit warmem Wasser zu füllen. In Gebieten mit kalkhaltigem Leitungswasser rät er außerdem zu destilliertem Wasser.

Dampfreiniger sind ungeeignet, um Milben zu bekämpfen

Einige Hersteller werben, ihre Geräte könnten auch Milben in Matratzen den Garaus machen. Das allerdings würde nur dann gelingen, wenn man jede Stelle für längere Zeit eindampft. "Nach der Behandlung wären wohl einige Tierchen tot, die Matratze aber pitschenass", so das Urteil der Stiftung Warentest. In dieser feucht-warmen Umgebung könnten dann ganze Heerscharen neuer Milbenstämme wunderbar gedeihen. Es gibt also effektivere Methoden, mit denen man Milben in der Matratze bekämpfen kann.

"Mit dem Dampfreiniger können Matratzen oder Polstermöbel nur punktuell gereinigt und beispielsweise ein einzelner Fleck entfernt werden", bestätigt auch Schweizer. Sie hält das Produktversprechen mancher Hersteller, mit Dampfreinigern könne man Milben in der Matratze bekämpfen, für unseriös. "Zur Grundreinigung von Matratzen oder Polstermöbeln sind sie nicht geeignet, da die Feuchtigkeit im Gewebe verbleibt", stellt die Kärcher-Sprecherin klar.

Entlastet werden aber Allergiker, die auf die Inhaltsstoffe von Putzmitteln überempfindlich reagieren, und auch für Familien mit kleinen Kindern hat der Verzicht auf Putzmittel einige positive Effekte, die nicht von der Hand zu weisen sind. Beim Saubermachen mit chemischen Reinigern bleiben immer minimale Rückstände der Putzmittel zurück, die von Kleinkindern ungewollt aufgenommen werden können.

Sicherheit bei Dampfreinigern

Gerade für Familien ist ein anderer Aspekt ist aber mindestens ebenso entscheidend: Wie sicher lässt sich mit dem Dampfreiniger sauber machen? Bei Wasser- beziehungsweise Dampf-Temperaturen um die 140 Grad können Sicherheitsmängel am Gerät, aber auch Anwenderfehler schnell übelste Haushaltsunfälle in Form schwerer Verbrühungen nach sich ziehen. Zudem dehnt sich das aufgeheizte Wasser aus, so dass der Tank des Dampfreinigers unter starkem Druck steht. Die Sicherheit sollte also ein zentrales Kaufkriterium bei der Auswahl eines Dampfreinigers sein.

So sollte man auf Prüfsiegel vom TÜV und auf das GS-Zeichen ansehen. Darüber hinaus ist es ratsam, sich die Konstruktion der Geräte näher anzusehen und einzuschätzen, wie sicher diese betrieben werden können. Kärcher-Dampfreiniger hätten beispielsweise eine Kindersicherung an der Dampfpistole, erklärt Schweizer. "Zudem lassen sich durch Sicherheitsventile und Verschlüsse die Dampfkessel nur öffnen, wenn der Druck im Kessel abgebaut ist." So werde schon konstruktionsbedingt verhindert, dass etwaiger Überdruck dazu führt, dass einem beim Öffnen der heiße Dampf entgegen schießt.

Die Stiftung Warentest empfiehlt außerdem Geräte mit separatem Nachfülltank, damit das kalte Nachfüllwasser nicht in einen heißen Tank gegossen werden muss. Dabei wäre laut Stiftung Warentest nämlich die Unfallgefahr sehr groß. Das frische Wasser würde beim Nachfüllen schlagartig verdampfen, wodurch man sich ebenfalls verbrühen könnte. "Auch Dampfreiniger, die nach dem Durchlauferhitzer-Prinzip arbeiten, sind hier ungefährlich, weil nicht der Kessel erhitzt wird, sondern das Wasser über eine heiße Platte im Gerät verdampft wird."

Quelle: zuhause.de

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