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Ceran-Kochfelder richtig pflegen und Energie sparend benutzen

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Ceranfelder: Energiesparend kochen auf Glas

Autor: sikoe

Ceran-Kochfelder sind pflegeleicht und können helfen, beim Kochen Energie zu sparen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ceran-Kochfelder sind pflegeleicht und können helfen, beim Kochen Energie zu sparen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie sehen schick aus und erleichtern das Kochen in vielerlei Hinsicht: Ceran-Kochfelder sind aus der modernen Küchenlandschaft nicht mehr wegzudenken. Aber was tun, wenn einem trotz aller Vorsicht beim Kochen Speisen auf der heißen Herdplatte einbrennen? Mit diesen sechs Tipps zur Reinigung und Pflege von Glaskeramik-Kochfeldern haben Sie alles gut im Griff.

Seit fast 40 Jahren werden Ceran-Kochfelder in Serienproduktion hergestellt. Die Platten aus Glaskeramik sind besonders beliebt wegen ihres relativ geringen Energieverbrauchs und ihrer glatten, porenfreien Oberfläche, die scheinbar leicht zu reinigen ist. Ein paar Tipps und Tricks gibt es aber doch, worauf Sie achten sollten, damit Ihr Ceran-Kochfeld alle Vorteile ausspielen kann und lange wie neu aussieht. Denn Schmutz und Verkrustungen führen sogar zu Energieverlust und geringerer Kochleistung.

Das Ceranfeld richtig reinigen und pflegen

Am besten entfernen Sie Verschmutzungen auf der Herdplatte immer sofort, so können Sie verhindern, dass sich Speisereste mit der Zeit regelrecht einbrennen können. Grundsätzlich kann das erkaltete Ceranfeld mit einem feuchten Wischtuch und etwas Spüli gereinigt und anschließend mit einem Tuch getrocknet werden. Wenn aber nicht nur leichte Soßenspritzer oder der noch frische Klecks aus dem Spinattopf entfernt werden sollen, gibt es bessere Möglichkeiten. Spezielle Putzmittel, die extra für die Reingung von Glaskeramikfeldern angeboten werden, sind dabei meist nicht nötig.

Ceranfeld-Schaber schafft auch hartnäckige Verkrustungen

Es kommt ab und an vor, dass sich durch das Kochen entstandene Flecken hartnäckig auf der noch heißen Kochstelle einbrennen und so scheinbar unentfernbar sind. Mit einem sogenannten Ceranfeldschaber kann man den Flecken meistens erfolgreich zu Leibe rücken. Die scharfe Klinge entfernt Angetrocknetes und Angebranntes ohne Scheuern und ohne Kratzer.

Das Ceranfeld in die Spülmaschine?

Das ganze Ceranfeld in der Spülmaschine zu reinigen funktioniert natürlich nicht, hin und wieder hört man aber auch von einer selbst hergestellten Reinigungspaste aus einem Spülmaschinentab und ein wenig warmem Wasser. Diese Paste kann man einfach auf die Kochstelle auftragen, kurze Zeit einwirken lassen und dann das Ganze mit einem nassen Reinigungsschwamm sanft reibend entfernen. Gründlich mit feuchtem Lappen nachputzen und mit einem Handtuch trocken wischen.

Da nicht immer das ganze Glaskeramikfeld verschmutzt ist, sondern vielleicht nur einzelne Stellen eine besondere Reinigung benötigen, reicht oft auch ein Viertel des Tabs. Lassen Sie den Spülmaschinentab also am besten in der Folienverpackung und schlagen Sie zum Beispiel mit dem Fleischklopfer einmal beherzt zu. So fliegt nichts in der Gegend herum und der Tab lässt sich nun geteilt aus der Verpackung entnehmen.

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Es wurde an anderen Stellen allerdings auch schon berichtet, dass es bei dieser Prozedur zu Schäden am Kochfeld kommen kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man daher immer besser zu sanfteren und materialschonenden Reinigeralternativen, wie zum Beispiel Backpulver oder Zitronensaft, greifen.

Hausmittel Backpulver gegen Verkrustungen

Sollten Sie keinen Ceranfeld-Schaber zur Hand haben, gibt es auch bei hartnäckige Verkrustungen auf Ihrem Herd eine einfache Alternative. So können Sie Ihren Herd beispielsweise mit Backpulver reinigen. Vermischen Sie einfach etwas Wasser mit Backpulver, so dass eine cremige Paste entsteht. Tragen Sie diese Paste anschließend auf das Ceranfeld auf. Kurz einwirken lassen und anschließend wieder abwischen.

Zitrone killt Keime und sorgt für frischen Duft

Für strahlenden Glanz und zusätzlich frischen Duft in der ganzen Küche sorgt Zitronensaft als Reinigungsmittel. Einfach das Ceranfeld damit einreiben, kurz einwirken lassen und anschließend mit einem Wischtuch und klarem Wasser abwischen. Zitronensaft hat den zusätzlichen Vorteil, dass die enthaltene Säure Keime hemmt – und das ist für eine Fläche, die in die Essenszubereitung eingebunden ist natürlich sehr nützlich.

Ceranfeld reinigen ohne Aufwand

Wenn es mal schnell gehen muss und keine groben Verschmutzungen zu entfernen sind, gibt es auch eine ganz simple Putz-Methode. Das Cerankochfeld kann nämlich auch einfach mit Glasreiniger gesäubert werden – schließlich ist es trotz seiner besonderen Eigenschaften auch "nur" eine Glasplatte.

Wie funktioniert ein Glaskeramikfeld eigentlich?

Ein Glaskeramik-Kochfeld macht sich die physikalischen Eigenschaften von Glas zu Nutze. Glas hat nämlich eine hohe Durchlässigkeit für Wärmestrahlung, also gelangt besonders viel von der im Herd produzierten Wärme durch die Glasplatte zum Topfboden. Der größte Teil der Wärmeübertragung geschieht bei diesen Kochfeldern durch Wärmestrahlung nach oben. Dadurch dass es keine Wärmeleitung gibt, bleibt der Bereich direkt neben der eigentlichen Kochstelle also fast ganz kalt und wenig Energie geht verloren.

Stahl- oder Eisen-Herdplatten nutzen übrigens für den Wärmetransport ausschließlich ihre hohe Wärmeleitfähigkeit. Deshalb benötigen sie auch mehr Zeit und Energie, um heiß zu werden und zum Beispiel Wasser zum Kochen zu bringen.

Energie sparen mit dem Ceranfeld

Um beim Kochen möglichst effizient die erzeugte Energie zu nutzen, sollte man darauf achten, dass die Töpfe und Pfannen die gleiche Größe haben wie die Kochstelle, die benutzt wird. Ansonsten würde Wärme und damit Energie an dem nicht bedeckten Bereich der Kochstelle ungenutzt entweichen – bei nur einem Zentimeter kann das bis zu dreißig Prozent Energieverlust ausmachen!

Damit die Wärme optimal geleitet werden kann, müssen sowohl Kochfeld als auch Kochgeschirr in sauberem Zustand sein. Verkrustungen und eingebrannte Speisereste auf Topf, Pfanne oder Herdplatte verschlechtern die Energieausbeute. Achten Sie auch darauf, dass zwischen Kochfeld und Topf oder Pfanne lückenloser Kontakt besteht – sollte das Kochgeschirr Dellen oder Beulen haben, und nicht vollständig plan aufliegen, kommt es zu Energieverlust durch die entstehenden Zwischenräume.

Das richtige Kochgeschirr spart Energie

Das richtige Kochgeschirr ist ebenfalls auschlaggebend für energiesparendes Kochen auf dem Ceranfeld. So sind Edelstahltöpfe mit möglichst dickem Boden, der eine wärmespeichernde Funktion übernimmt, älteren Emailletöpfen auf jeden Fall vorzuziehen. Sie heizen wesentlich schneller auf und sind außerdem in der Lage, die Nachwärme bei ausgeschaltetem Herd zu nutzen. Hinzu kommt, dass der Edelstahltopf weniger Wärme nach außen leitet.

Überlegen Sie auch genau, wieviel Wasser Sie wirklich zum Garen der Speisen benötigen. Denn je mehr Flüssigkeit erwärmt werden muss, desto länger dauert es, bis das Wasser kocht und dementsprechend mehr Energie wird auch verbraucht. Grundsätzlich sollte nur mit geschlossenem Deckel gekocht werden. Und wenn Sie nur eine kleine Portion vom Vortag aufwärmen möchten, ist aus Energiespar-Sicht die Nutzung der Mikrowelle zu empfehlen.

Unterschiedliche Beheizung für Glaskeramik

Bei einem Glaskeramik-Kochfeld können Sie zwischen unterschiedlichen "Innenleben" auswählen. Sehr häufig sind Elektroherde anzutreffen, unter anderem weil heutzutage jede Wohnung mit einem Stromanschluss ausgestattet ist. Außerdem sind hier zumindest die Einsteigergeräte in der Anschaffung preiswerter als zum Beispiel Gasherde. Beim konventionellen Elektroherd ist allerdings der Unterhalt teurer, da Strom teurer ist als Gas.

Eine relativ neue und attraktive Alternative sind Gasgeräte mit Ceranabdeckung über den Flammen. Kombigeräte, bei denen die Platten gasbetrieben sind, die Backröhre aber elektrisch funktioniert, sind äußerst beliebt. Damit können Braten und Kuchen bei Ober- und Unterhitze zubereitet werden ohne das man beim Kochen auf die Schnelligkeit einer Gasflamme verzichten muss.

Die pflegeleichten und stilbetonten Koch-Oberflächen funktionieren aber auch mit Induktionsbeheizung. Induktionsherde vereinen die Vorteile eines Gas- und eines Elektroherds und arbeiten völlig anders als konventionelle Elektroherde. Der Unterschied wird gut sichtbar, sobald man den Herd einschaltet: Beim Induktionsherd glühen keine Heizkörper rot auf. Doch wenn ein Topf mit Inhalt auf dem Kochfeld steht, wird die Hitze dorthin gebracht, wo sie tatsächlich gebraucht wird: in den Topfboden.

Bei Induktion ist spezielles Kochgeschirr notwendig

Induktionsherde sind besonders sparsam, da sie nicht das Kochfeld an sich erwärmen, sondern mittels eines elektromagnetischen Feldes die Energie auf den magnetischen Boden des Topfes übertragen. Diese Methode ist wesentlich effizienter, als eine Herdplatte zu erhitzen. Die Reaktionszeiten eines Induktionsherdes sind schnell und die Unfallgefahr ist gering: Steht kein Topf mit magnetischem Boden auf dem angeschalteten Herd, so bleibt dieser kalt – ein Pluspunkt also vor allem in Sachen Kindersicherheit im Haushalt aber auch für die Sauberkeit, denn so wird auch das Anbrennen von überkochenden Speisen weitestgehend verhindert.

Aber: Um auf einem Induktionsherd kochen zu können, benötigt man spezielle Töpfe und Pfannen. Kochgeschirr aus Aluminium oder Glas funktioniert zum Beispiel nicht. Der Boden des Geschirrs muss außerdem absolut eben sein, da er vollständig auf dem Induktionsfeld aufliegen muss.

Alternativen zum Ceranfeld

Neben Glaskeramik-Kochfeldern gibt es aber auch alternative Kochfeld-Lösungen für den Herd. Der herkömmliche Kochplattenherd hat Platten aus Gusseisen, das Metall leitet die Wärme und gibt sie an Pfanne oder Topf weiter. Allerdings benötigt man für das Erhitzen der Kochplatten mehr Strom, als zum Beispiel bei einem Ceran-Kochfeld, wo die Wärme das Glas größtenteils ungehindert passieren kann, auf den Topf trifft und ihn direkt aufheizt. Der Energieverbrauch ist deshalb bei herkömmlichen Herdplatten viel höher.

Die Gefahr, dass ein Topf von einer der erhöhten Herdplatten rutscht, ist größer und die Verletzungsgefahr daher verstärkt. Außerdem gestaltet sich die Reinigung der unebenen Fläche meist etwas schwieriger. Platten aus Eisen muss nach der Reinigung übrigens gut trockenwischen, denn sie können rosten. Rost bildet sich auch, wenn Übergekochtes oder nasse Töpfe auf die Platten gelangen und diese nicht sofort gründlich abgetrocknet werden. Es gibt auch spezielle Kochplattenreiniger, die die Herdplatten pflegen und die dunkle Farbe erhalten.

Bezogen auf den Anschaffungspreis sind herkömmliche Herdplatten heute allerdings noch die günstigste Alternative – man sollte jedoch genau ausrechnen, ob diese Ersparnis trotz Mehrverbrauch an Energie wirklich gerechtfertigt ist.

Klassisches Gas-Kochfeld für Profi- und Hobbyköche

Auf einen Gasherd schwören viele Profi- und auch Hobbyköche: Gas ermöglicht punktgenaues Kochen und reagiert sehr schnell darauf, wenn die man die Temperatur des Herdes reguliert. Allerdings wird mit Gas nicht nur dem Essen schnell warm: Auch die Umgebung wird beim Kochen erhitzt, denn durch die offen gestalteten Herdplatten kann viel Energie nach außen gelangen.

Die Reinigung gestaltet sich durch das Gitter ebenfalls etwas schwierig, wobei die meisten dieser Gitter aber zumindest spülmaschinenfest sind. Trotzdem ist das Sauberhalten mit etwas mehr Aufwand verbunden, als bei einem Ceranfeld oder sogar einer herkömmlichen Kochplatte.

Quelle: zuhause.de, dpa-tmn

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