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Blumenerde: Die richtige Blumenerde für alle Balkonpflanzen

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Die richtige Blumenerde für Ihre Pflanzen

Autor: sj

Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt für Blumenfreunde wieder die Pflanzzeit. Töpfe, Kübel und Blumenkästen wollen neu befüllt werden, damit es im Sommer auf Terrasse und Balkon wieder prächtig blüht und grünt. Für eine pralle Blütenpracht ist die richtige Blumenerde wichtig. Doch die Auswahl in Baumärkten und Gartencentern ist riesig. Wie erkennt man gute Pflanzerde und für welche Pflanzen ist Spezialerde sinnvoll? Unsere Tipps helfen Ihnen, die richtige Blumenerde für Ihre Pflanzen zu finden und helfen bei Auswahl, Kauf und Einsatz der passenden Erde.

Im Frühjahr sollte man seinen Pflanzen auf jeden Fall frische Erde gönnen. Wer das Substrat vom vergangenen Jahr weiterverwendet, riskiert, dass sich Krankheiten oder Schädlinge, die sich im Vorjahr in der Erde eingenistet haben, auf die neuen Pflanzen übertragen. Eine gute Erde hat einen möglichst hohen Humusgehalt. Der sorgt dafür, dass die Nährstoffe gespeichert werden und die Erde gut belüftet ist.

Gute Blumenerde erkennen

Viele Standard-Erden enthalten sehr viel Torf und Rinde, manchmal haben sie auch einen hohen Salzgehalt. Das beeinträchtigt das Wachstum der Pflanze und macht sie anfälliger für Krankheiten. Billig-Erde ist oft sogar mit Abfällen wie Scherben oder großen Aststücken verunreinigt. Damit das nicht passiert, wird Markenerde regelmäßig kontrolliert. Gute Erde zeichnet sich dadurch aus, dass sie locker in der Hand zerfällt, während minderwertige beim Gießen schlammig wird. Das führt dazu, dass sich beim Trocknen eine feste Kruste an der Oberfläche bildet.

Naturschützer raten von Torf-Erde ab

Umweltschutzverbände raten von der Verwendung von Torferde ab. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) befürchtet, dass die deutschen Torfvorräte in spätestens zehn Jahren erschöpft seien, wenn sie weiterhin in dem aktuellen Tempo abgebaut würden. Derzeit wird in Deutschland jährlich auf einer Fläche von 4000 Quadratkilometern Torf abgebaut.

Problematisch ist auch die Torf-Gewinnung: Das Moor muss erst entwässert werden. Dann wird der Torf abgetragen, und dabei entweichen aus den meterdicken, seit der letzten Eiszeit gewachsenen Moorschichten große Mengen Kohlendioxid und Lachgas. Beide gelten als Klimakiller.

Die Umweltschützer appellieren daher an die Verbraucher, nur als "torffrei" deklarierte Blumenerde zu kaufen.

Allerdings hat das Verbraucher-Magazin Öko-Test 2012 zehn angeblich torffreie Blumenerden untersuchen lassen und festgestellt, dass die Hersteller es mit der Bezeichnung "torffrei" nicht allzu genau nehmen. Öko-Test hat in allen "torffreien" Blumenerden Torf nachweisen können. Ein Produkt erfüllte nicht einmal die gesetzlichen Bestimmungen.

Orientierung finden Verbraucher bei den Naturschutzverbänden: Der BUND gibt regelmäßig einen "torffreien Einkaufsführer" heraus, und auch der der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gibt Empfehlungen in der Broschüre "Bunte Gärten ohne Torf".

Spezial-Blumenerde ist meist überflüssig

Aussaaterde, Pflanzerde oder Rosensubstrat – welche Erde braucht man wofür? Wer hier und da einen Kübel oder Topf bepflanzt, kommt mit Universalerde aus. Es müsse keine Spezialerde sein, meint  auch Thomas Wagner vom Bundesverband deutscher Gartenfreunde. "Ich kann mir nicht vorstellen, was bei einer Rosenerde anders sein soll. Wichtig ist, dass die Erde Stickstoff und Phosphor enthält, das ist aber auch bei herkömmlicher Blumenerde zu erwarten."

Allerdings gibt es einige Pflanzen, bei denen Spezialerde eingesetzt werden kann. Rhododendren und Moorbeetpflanzen benötigen beispielsweise sauren Boden mit einem niedrigen pH-Wert. Orchideen gedeihen in normaler Erde gar nicht. Sie brauchen einen hohen Rindenanteil. Insbesondere wer nicht einheimische Pflanze verwenden möchte, sollte sich beim Einkauf der Erde vom Fachmann beraten zu lassen.

Fertige Blumenerde mit Komposterde mischen

Wer einen Komposthaufen besitzt, kann die Fertigerde aus dem Gartencenter mit Kompost verfeinern. Eine Mischung aus zwei Dritteln Fertig- und einem Drittel Komposterde ist dabei ideal. Wenn man dieser Komposterde eine Hand voll Styroporflocken beigibt, kann man den Sauerstoffgehalt im Erdreich optimieren. Wenn man dann noch etwas Dünger zugibt, fühlen sich die Pflanzen besonders wohl. Komposterde allein ist hingegen nicht empfehlenswert. Der hohe Nährstoffgehalt könnte den jungen Pflänzchen schaden.

Wie unterscheiden sich die Blumenerden?

Wie sich die einzelnen Erden unterscheiden, ist auf den ersten Blick oft nicht leicht zu erkennen. Anzuchterde beispielsweise ist meist sehr fein und stabil, hat aber einen geringen Nährstoff- und Salzgehalt. Der niedrige Düngeranteil soll die Samen zur Wurzelbildung anregen. Kübelpflanzenerde hat hingegen einen höheren Nährstoffgehalt und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie besonders strukturstabil ist. Die Pflanzen können sich besser daran festhalten, wenn sie Wind und Wetter trotzen müssen.

Wie viel Blumenerde braucht man?

Um nicht zu viel oder zu wenig Erde einzukaufen, sollte man vor dem Gang zum Gartencenter kurz überschlagen, wie viel Erde man benötigt. Für einen 40 Zentimeter langen Balkonkasten werden etwa 12 Liter Erde benötigt. Entsprechend kann man bei einem ein Meter langen Kasten mit etwa 30 Litern rechnen. Bei einem Blumenkübel mit 46 Zentimetern Durchmesser kann man etwa 40 Liter Erde einplanen.

Dünger ist wichtiger als die spezielle Blumenerde

Mit dem Pflanzen ist es allerdings nicht getan. Damit die zarten Gewächse gut gedeihen, brauchen sie hin und wieder ein paar Extra-Nährstoffe. Die meisten Blumenerden sind bereits mit Düngemitteln versetzt. Spätestens nach ein paar Wochen sollte man allerdings wieder etwas Dünger zugeben. Allerdings ist beim Düngen Vorsicht geboten. Zu viel des Guten lässt die Pflanzen "verbrennen". Diese Fehler sollten Sie beim Düngen vermeiden.

Quelle: zuhause.de

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