t-online.de
   

Sie sind hier: zuhause.de > Energie >

Bei Kaminöfen gefährlichen Feinstaub vermeiden

...
Schriftgröße ändernSchriftgröße ändern Schrift
Drucken Drucken

Kamin richtig heizen und gefährlichen Feinstaub vermeiden

Erhöhte Feuchtigkeit im Holz macht jeden Ofen zur giftigen Dreckschleuder. (Quelle: dapd)

Erhöhte Feuchtigkeit im Holz macht jeden Ofen zur giftigen Dreckschleuder. (Quelle: dapd)

Ein kuscheliges Kaminfeuer macht graue, triste Wintertage doch gleich viel erträglicher. Allerdings ist das wohlig knisternde Kaminfeuer nicht ganz ungefährlich. Erhöht es doch die Feinstaubbelastung in der Wohnung ungemein. Die feinen Partikel sind extrem gesundheitsschädlich und können Allergien, Asthma und sogar Lungenkrebs auslösen. Experten verraten, was Sie tun können, um die Feinstaubgefahr zu verringern und Ihr Feuer unbeschwert zu genießen.

Zigaretten- und Kerzenrauch, Staubsauger ohne Feinfilter und vor allem Öfen sind schuld, wenn eine Wohnung mit Feinstaub belastet ist. Schon das richtige Anschüren macht viel aus: Brennt das Holz am Anfang zu langsam ab, gibt es viele unverbrannte Kleinstoffe in die Luft ab. Statt den Ofen vollzupacken, sollte man besser zunächst nur eine kleine Menge Brennholz anzünden. Nachgelegt wird erst, wenn diese erste Ladung gut brennt, rät Udo Peters, Leiter des Bereichs Versorgungstechnik bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Nur trockenes Brennholz verfeuern

"Das Holz muss auch ausreichend getrocknet sein – rund zwei Jahre abgelagert an einem trockenen Ort", erläutert Peters. Die Stiftung Warentest hat feuchtes Kaminholz untersucht und dabei festgestellt, dass schon die Erhöhung der Restfeuchte im Holz von 14 Prozent auf 25 Prozent den Staubgehalt im Abgas verdoppelt. Deswegen ist es sogar gesetzlich verboten, Holz mit einer Feuchte von über 25 Prozent zu verbrennen.

Wer möglichst lange etwas von dem Feuer haben will, legt später Briketts nach. Allerdings sollten die nur in Öfen verbrannt werden, die dafür zugelassen sind. Ob das der Fall ist, stehe in den technischen Informationen zur Anlage. Man kann alternativ aber auch seinen Schornsteinfeger fragen.

Feinstaub-Grenzwerte bei Öfen beachten

Gerade viele alte Öfen stoßen gefährliche Mengen an Feinstaub aus. Daher hat der Gesetzgeber 2010 Grenzwerte für Heizungsanlagen erlassen, die mit Festbrennstoffen wie Holzscheiten, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle befüllt werden. Überschreitet ein Ofen die Grenzwerte, muss man ihn austauschen oder einen Staubfilter nachrüsten.

Laut dem Umweltbundesministerium liegt der Emissionsgrenzwert für Feinstaub bei 150 Milligramm pro Kubikmeter und für Kohlenmonoxid bei vier Gramm pro Kubikmeter. Ofenbesitzer müssen einen Nachweis vorlegen können, dass diese Werte eingehalten werden. Dies kann laut Bundesumweltministerium auch eine Herstellerbescheinigung sein.

So bestimmen Sie die Restfeuchte im Kaminholz

Feuchtes Brennholz erhöht die Schadstoffbelastung und hat einen schlechten Brennwert. So messen Sie, ob das Holz trocken genug ist. zum Video

Auf feinstaubarme Kaminöfen umsteigen

Alle, die keinen solchen Nachweis vorlegen können, müssen ihren Ofen je nach Baujahr früher oder später nachrüsten oder gleich austauschen. Bei Einzelraumanlagen, die vor dem 31. Dezember 1974 errichtet wurden oder mit keiner Datumsangabe versehen sind, läuft die Frist bis zum 31. Dezember 2014. Für Geräte, die zwischen 1975 und 1984 gebaut wurden, bleibt Zeit bis Ende 2017. Öfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden, darf man bis Ende 2020 betreiben. Geräte, die später gebaut wurden, die Grenzwerte aber trotzdem nicht einhalten, müssen bis Ende 2024 nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Ein Austausch ist aber nicht immer notwendig, erklärt Udo Peters. Es könne gut sein, dass ein alter Ofen die geforderten Werte bereits einhält. Einen guten Überblick über bereits gemessene Ofentypen gebe die Datenbank des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI). "Die Datenbank wächst beständig, wie ich beobachtet habe", ergänzt Peters.

Wir zeigen die schönsten Kamin- und Kachelofen-Trends
6 Bilder von 15

Gemauerte Kaminöfen sind Unikate

Keine Daten gibt es für gemauerte Öfen. "Das sind ja jeweils Unikate", erläutert Peters. Er rät Besitzern, die Belastung durch diese Öfen vom Schornsteinfeger messen und sich die Emissionswerte bescheinigen zu lassen. Eine solche Bescheinigung müsse im Falle einer Kontrolle vorgelegt werden.

Quelle: dpa-tmn

Inhalt versenden Versenden

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Bei Kaminöfen gefährlichen Feinstaub vermeiden " verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Bei Kaminöfen gefährlichen Feinstaub vermeiden " gefallen hat.

 
Anzeige
Home
Die schönsten Öfen für Ihr Zuhause
Jetzt die ZUHAUSE.DE Kollektion zum Thema Rasen auf eBay besuchen! (Quelle: eBay)

Jetzt auf eBay in den Zuhause.de-Kollektionen stöbern und Neues entdecken.
zur Kollektion

Home
Wie schnell ist Ihr DSL-Anschluss?
Wie schnell ist Ihr DSL-Anschluss? (Bild: Telekom) (Quelle: Telekom)

Jetzt Geschwindigkeit prüfen: Machen Sie mehr aus Ihrem Internet-Anschluss! zum DSL-Check

zuhause-vlp
Außenschornstein installieren

Kein Kaminofen ohne Schornstein. Doch was tun, wenn das Haus keinen Schornstein hat? zum Video

Die aktuellen Trends bei Kamin- und Kachelöfen
In diesem Kaminofen brennen zwei Feuer gleichzeitig. So soll Feinstaub minimiert werden. (Quelle: www.attika.ch)

Verbesserungen bei Heizleistung und Feinstaubausstoß. Auch die Bedienung wird immer einfacher. Manche Öfen kann man mit dem Smartphone zünden. mehr


© Deutsche Telekom AG 2014

 
Anzeige