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Balkonpflanzen richtig pflegen und setzen: Tipps

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Den Balkon richtig bepflanzen

Autor: hadiet

Damit es in den Balkonkästen üppig blüht, braucht man Fingerspitzengefühl. (Quelle: imago/Westend61)

Damit es in den Balkonkästen üppig blüht, braucht man Fingerspitzengefühl. (Quelle: Westend61/imago)

Spätestens wenn am 16. Mai die Eisheiligen vorüber sind und kein Frost mehr droht, ist es Zeit, den Balkon wieder mit blühenden Pflanzen zu bestücken. Zuvor besteht die Gefahr, dass einige Gewächse empfindliche Frostschäden davontragen. Damit die neuen Balkonpflanzen bestmöglich gedeihen, gibt es also einiges zu beachten. Die zehn häufigsten Fehler bei Balkonpflanzen sollten Sie unbedingt vermeiden. Unsere Foto-Show zeigt die besten Balkonpflanzen.

Der richtige Zeitpunkt

Ab Mai kann man in der Regel wieder Pflanzen ins Freie setzen und so auch den Balkon wieder in eine blühende Oase verwandeln. Aber wer auf Nummer sicher gehen will, der wartet noch bis die Eisheiligen vorüber sind. Denn bis dahin kann es in unseren Breitengraden noch örtlich zu Nachtfrost kommen, und viele beliebte Balkonpflanzen – etwa Geranien, Margeriten oder Begonien – sind äußerst kälteempfindlich. Sie könnten bei Frost eingehen.

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Blumenkästen und Töpfe für die Balkonbepflanzung reinigen

Zunächst werden alle Töpfe und Kästen vom Schmutz befreit. Das geht am besten mit einem Handfeger und einem feuchten Lappen. Für hartnäckige Kalkablagerungen kann man bei unglasierter Keramik auch eine Drahtbürste zu Hilfe nehmen oder den ganzen Topf in ein Wasserbad stellen, das mit Zitronensäure oder Essig versetzt ist.

Auf die Schichtung kommt es an

In den unteren Bereich der Kästen sollten Sie eine Drainageschicht aus Blähton setzen, damit das Gießwasser sich nicht in der Erde staut. Das hat außerdem den Vorteil, dass der Ton durch seine Wasser speichernden Eigenschaften auch an heißen Tagen noch langsam Feuchtigkeit an die Erde abgibt. Ein darüber gelegtes Trennvlies verhindert, dass die Erde in die Drainageschicht eingeschwemmt wird.

Als nächste Schicht folgt die Blumenerde, in die Sie noch Langzeitdünger einarbeiten sollten. Der sorgt für eine durchgängige und kraftvolle Blüte der Pflanzen. Statt Langzeitdünger können Sie auch Hornspäne verwenden. Beides gibt es im Baumarkt oder Gartencenter zu kaufen. Weiteres Düngen, etwa mit dem Gießwasser, ist dann für die ganze Saison nicht mehr nötig.

Die Balkonpflanzen richtig setzen

Die Pflanzen müssen vor dem Einsetzen in die Kästen aus den Kunststoffbechern gelöst werden. Dazu umfassen Sie den Becher und drücken ihn an mehreren Stellen zusammen. So löst sich der Wurzelballen aus dem Becher. Nehmen Sie den Strunk der Pflanze zwischen zwei Finger und decken Sie sie mit der Hand ab. Wenden Sie die Pflanze und ziehen Sie den Becher vorsichtig herunter.

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Wenn die Wurzelballen schon sehr verfilzt sind, sollten Sie sie behutsam etwas auseinander reißen. So kann sich die Pflanze im neuen Kasten besser verwurzeln. Sind die Pflanzen an Ort und Stelle, füllen Sie die Zwischenräume mit Erde auf und drücken diese mit den Pflanzen leicht an. Über der Erdschicht sollten noch zwei Zentimeter Luft bis zum Kastenrand bleiben, so dass das Gießwasser nicht überlaufen kann.

Beim Gießen der Balkonpflanzen keine Fehler machen

Anders als im Beet verfügen Pflanzen im Balkonkasten nur über wenig Wasservorrat. Somit ist es besonders während der Wachstumszeit im Sommer wichtig, sie regelmäßig, aber auch richtig zu gießen, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Pflanzen auf dem Balkon sollten morgens und abends gewässert werden. In diesen Zeiten können sie das Gießwasser richtig aufnehmen, während es in der Mittagssonne verdunsten würde.

Balkonpflanzen langsam gießen

Ideal ist weiches, kalkarmes Regenwasser, das direkt auf die Erde und nicht über Blätter und Blüten gegossen wird. Auch empfiehlt der Zentralverband, das Wasser langsam zu geben, damit es nicht nur einfach von oben nach unten durch das abgetrocknete Substrat hindurchläuft.

Automatische Bewässerung für Balkonpflanzen

Wer es bequemer haben möchte oder ein paar Tage wegfährt, kann auf ein automatisches Bewässerungssystem zurückgreifen. Dieses gibt in kleinen Dosen Wasser ab. Spezielle Gefäße für den Balkon, sogenannte Wasserspeicherkästen, verfügen über einen doppelten Boden und haben unten einen Wasserspeicher. Ein Wasserstandsanzeiger gibt an, wann der Vorrat wieder aufgefüllt werden muss.

Die schnelle Lösung sind volle Wasserflaschen aus Plastik, die verkehrt herum in das Substrat gesteckt werden. Ähnlich funktionieren Bewässerungskugeln. Je nach Wasservorrat und Witterung reiche der Vorrat bis zu einer Woche aus. Aber der Zentralverband rät: Das System sollte regelmäßig kontrolliert werden. Funktioniert es mal nicht, vertrocknen die Balkonpflanzen.

Blumenkästen mit Einfüllstutzen

Es gibt auch Blumenkästen, die einen doppelten Boden haben und seitlich über einen Einfüllstutzen gegossen werden können. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzen immer über einen Flüssigkeitsvorrat verfügen, also einen zusätzlichen Wasserspeicher im Topf haben. Für diese Kästen brauchen Sie keine Drainageschicht. Auch Tongefäße sind gute Pflanzbehältnisse, da sie Feuchtigkeit in ihren Wänden speichern können und erst nach und nach abgeben.

Die richtigen Blumen für den Kasten

Es gibt verschiedenste Pflanzen, mit denen Sie Ihre Kästen bestücken können. Außer den beliebten Gartenkräutern zählen dazu auch rankende Gewächse mit großen Blüten, wie zum Beispiel Buschbohnen. Bei den einfachen Blumengattungen gibt es stehende und hängende Gewächse, die dann auch über den Kasten hinweg ihre Blütenpracht entfalten. Die Geranien und Begonien bieten sogar beide Arten.

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Quelle: zuhause.de

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