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Backofen reinigen: Diese Hausmittel helfen

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Backofen einfach reinigen

Autor: hadiet

Backofen reinigen: Einfache Putztipps ersparen mühevolles Schrubben. (Quelle: imago/Paul von Stroheim)

Backofen reinigen: Einfache Putztipps ersparen mühevolles Schrubben. (Quelle: Paul von Stroheim/imago)

Wer den Backofen reinigen will, bekommt es meist mit eingebrannten Speiseresten zu tun, die sich als hartnäckige Verkrustungen abgesetzt haben. Einen so verschmutzen Backofen zu reinigen, ist harte körperliche Arbeit. Doch mit den richtigen Hausmitteln geht es einfacher: Wir verraten praktische Putz-Tricks für Herd und Ofen, mit denen Sie Backofen und Kochstelle wieder blitzblank bekommen.

Nicht alle Kochstellen können mit jeder Putzmethode gleichermaßen gereinigt werden. Die Materialien der Oberflächen machen hier den Unterschied. Alte Herde beispielsweise haben meist eine emaillierte Oberfläche, die leicht verkratzt. Sie verträgt daher weder Stahl-Reinigungspads noch Scheuermilch. Selbst die raue Oberfläche des Haushaltsschwamms führt hier schon zur Beschädigung der Oberfläche.

Einfacher Salz-Trick macht das Backblech sauber

Ohne Schrubben und ohne Chemie: So lösen sie selbst festgebrannte Verkrustungen ohne jede Mühe. Video

Mit dem Cerankochfeld verhält es sich ähnlich. Stahlwolle und Scheuerpad haben hier ebenfalls nichts zu suchen.

Einzelteile für die Reinigung des Backofens herausnehmen

Leicht geht das Putzen, wenn man man Kleinteile vorher entfernt. Beim Gasherd lassen sich die Stahlabdeckungen und Flammenkränze direkt an der Feuerstelle abmontieren. Auch die Bedienschalter kann man häufig abziehen und so problemlos säubern. In der Backröhre ist es zum Teil sogar möglich, die seitlichen Roste und den Boden komplett zu entnehmen.

Grundsätzlich sollte man den Schmutz zunächst einweichen. Denn nur so kann sich Angebranntes von der Oberfläche lösen. Für alle losen Teile empfiehlt sich das vollständige Einweichen in verdünntem Essigreiniger über mehrere Stunden. Danach ist die Reinigung mit Spülbürste und Lappen kein Problem.

Zahnbürste und Mikrofasertuch

Eingetrocknetem Schmutz an den Herdplatten des Elektroherds und dem eingefassten Rand des Cerankochfelds kann man nach dem Einweichen sehr gut mit einer Zahnbürste den Garaus machen. Braune Flecken und verkrustete Beläge lassen sich so problemlos entfernen. Für die Flächen haben sich Mikrofasertücher am besten bewährt. Sie sind nicht nur besonders robust und damit für das Scheuern und Schrubben geeignet, sondern lassen sich anschließend in der Waschmaschine wieder sauber waschen.

Backofen mit Hausmitteln reinigen

Am besten gewöhnt man sich an, den Herd immer gleich nach dem Kochen mit heißem Wasser und etwas Spüli zu reinigen, denn dann lassen sich Spritzer und Angebranntes noch leicht entfernen. Ist doch etwas eingebrannt, helfen Hausmittel weiter:

- Mit Rasierschaum lassen sich Boden und Wände des Backofens leicht reinigen. Einfach einsprühen, einige Zeit einwirken lassen und mit klarem Wasser auswaschen. Bei Bedarf wiederholen und anschließend den Ofen einmal ohne Lebensmittel erhitzen. Das vertreibt den Geruch.

- Waschpulver oder pulvriges Geschirrreiniger: Eine dünne Schicht auf den Boden des Ofens streuen und zwei Lagen feuchtes Küchenrollenpapier auflegen. Über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag Schmutz und Reinigungstücher entfernen. Mit klarem Wasser und einem Putzlappen gründlich nachwischen. 

- Mit Salz reinigen: Den Backofen anfeuchten und die Krusten und Flecken großzügig mit Salz bestreuen. Dabei muss eine weiße Schicht entstehen. Nun den Backofen auf 50 Grad einstellen und solange erhitzen, bis das Salz braun wird. Das kann einige Zeit dauern. Danach den Ofen abkühlen lassen, bis er noch handwarm ist. Das Salz am besten heraus fegen (nicht auf der Oberfläche verreiben!) und die Backröhre mit einem feuchten Tuch auswischen.

- Dampfreiniger hausgemacht: Grillrost auf der untersten Schiene einschieben und eine mit Wasser gefüllte Schale darauf stellen. In das Wasser presst man mehrere Zitronen aus und legt die Hälften mit hinein. Danach den Ofen auf 200 Grad erhitzen. Der heiße Wasserdampf und die säurehaltigen Essenzen der Zitrone lösen Fett und Krusten an. Anschließend den noch handwarmen Ofen feucht auswischen.

- Backpulver ist das Multitalent unter den Hausmitteln schlechthin: Eine Paste aus Backpulver und Wasser herstellen und auf die Verschmutzungen geben. Einige Zeit lang einwirken lassen, dann alles auswischen. Dies funktioniert ebenfalls mit einfachem Natron. Auch eine Soda-Lauge hat sich bewährt. Dafür mischt man am besten etwa ein Esslöffel Waschsoda mit einem Liter Wasser und füllt diese Lösung in eine Sprühflasche. Damit den Backofen einsprühen und einweichen lassen.

Backofen mit Selbstreinigungsfunktion

Es geht aber auch noch einfacher: Immer mehr Geräte haben eine Selbstreinigungsfunktion. Man unterscheidet zwischen zwei Verfahren: der katalytischen Selbstreinigung und der Pyrolyse. Backöfen mit einer katalytischen Selbstreinigung besitzen im Inneren eine besondere Beschichtung, in die Katalysatoren eingelassen sind. Diese wandeln während des Garens Fettspritzer und andere Verschmutzungen in Wasser und Kohlendioxid um. Der Backofen muss danach nur noch mit einem feuchten Tuch mit etwas Spülmittel ausgewischt werden. Backofensprays, Scheuermilch oder -Schwämme dürfen nicht auf die Beschichtung kommen.

Die Pyrolyse setzt auf Hitze: Der Backofen erhitzt seinen Innenraum auf 500 Grad und zersetzt Schmutz, der sich hartnäckig festgesetzt hat. "Dabei verbraucht die Pyrolyse allerdings eine Menge Strom", sagt Roman Zurhold, Projektleiter der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. "Eine Pyrolyse-Reinigung kostet je nach Dauer etwa ein bis zwei Euro."

Bei Pyrolyse muss man auf alle Fälle gut lüften

Deshalb rät der Experte, das Verfahren nur anzuwenden, wenn der Backofen stark verschmutzt ist. Bevor die Selbstreinigung aktiviert wird, müssen der lose Schmutz im Ofen sowie Backbleche und Backroste entfernt werden. Während das Reinigungsprogramm läuft, lässt sich der Backofen nicht öffnen – das wäre zu gefährlich. Zwei bis drei Stunden später ist der Schmutz zu Asche zerfallen. Die verschwelten Überreste lassen sich mit einem feuchten Tuch wegwischen. Glassl rät: "Beim Pyrolyse-Verfahren sollte man gut lüften, denn dabei entsteht eine bunte Mischung aus chemischen Stoffen. Und es riecht schon kräftig."

Ratgeber.t-online.de: Backofen reinigen - Eingebrannte Krusten entfernen

Quelle: zuhause.de

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