Die Azalee ist als Zimmerpflanze im Winter sehr beliebt, denn sie bringt mit ihren reichen Blüten eine wahre Farbenpracht ins Haus. Es gibt sie in Weiß, Gelb, Rot oder Rosa. Je nach Sorte blüht die Azalee bis in den April hinein. Die Azalee ist eng mit den Rhododendren verwandt. Im Unterschied zum Rhododendron verliert jedoch die Gartenazalee ihre Blätter im Winter.
Damit die Zimmerazalee ihre volle Blütenpracht zeigt, ist etwas Pflege notwendig. Wer jetzt eine Azalee kaufen will, muss darauf achten, dass die Pflanze ausreichend Knospen hat, rät der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG). Bei mindestens der Hälfte der Knospen sollte die Blütenfarbe bereits erkennbar sein. Sind zudem der Wurzelballen gut feucht und die Blätter von frischer grüner Farbe, könne man sicher sein, viel Freude mit der Pflanze zu haben.
Wer eine Azalee hat, sollte im Winter dafür sorgen, dass das Wasser in der Regentonne nicht gefriert. Denn wie fast alle Rhododendron-Arten sei die Zimmerazalee kalkempfindlich, erläutert das Blumenbüro in Düsseldorf. Sie wird deshalb am besten mit Regenwasser gegossen. Grundsätzlich muss der Wurzelballen immer feucht gehalten werden. Es darf sich jedoch keine Nässe im Topf stauen.
Die Azalee steht am besten an einem hellen Standort, den die Sonne nicht direkt erreicht. Es sollte auch nicht zugig sein. Sie bevorzugt Zimmertemperaturen zwischen 20 und 25 Grad – man sollte aber grundsätzlich versuchen, die Azalee nicht zu warm zu stellen. Direkt über der Heizung trocknen Knospen, Blüten und Blätter aus.
Wird die Azalee gedüngt, muss die Erde unbedingt feucht sein. Denn in der trockenen Erde könnten sich die Nährstoffe nicht richtig verteilen, an einer Stelle konzentrieren und die Wurzeln schädigen. Bei der Azalee ist dies wegen ihres verfilzten Wurzelballens besonders gefährlich. Der Zentralverband Gartenbau in Bonn rät daher, der Pflanze vorher ein Tauchbad zu verpassen. Dabei wird der Topf mit der Pflanze so lange ins Wasser gehalten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wichtig ist, das überschüssige Wasser im Topf anschließend ausreichend abtropfen zu lassen, damit keine Staunässe entsteht. Gedüngt wird nach der Blüte, zwischen Mai und September.
Den Sommer über sollten Azaleen an einem halbschattigen Plätzchen im Freien verbringen, beispielswiese auf dem Balkon oder der Terrasse. Ab September ist es Zeit für einen Umzug ins Haus. Erst hier bilden sich die Blütenknospen. In voller Blüte darf die Blume dann ins warme Zimmer ziehen. Verblühte Knospen sollten regelmäßig entfernt werden, um die Bildung neuer Knospen anzuregen und die Blütezeit zu verlängern.
Der Name Azalee geht auf das griechische Wort "azaleos" zurück, was trocken bedeutet. Die Bezeichnung bezieht sich dem Blumenbüro zufolge auf den holzigen Stamm, der oft unter den dicht wachsenden grünen Blättern verborgen ist.
Quelle: dpa-tmn
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