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Aufkleber und Kleberrückstände sauber und ohne Knibbeln entfernen

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Aufkleber ganz ohne Knibbeln entfernen

Autor: rw

Aufkleber entfernen ohne knibbeln

Aufkleber entfernen ohne knibbeln

Vier Tipps, wie man Aufkleber und Etiketten löst, ohne dass hässliche Kleberreste zurückbleiben.


Aufkleber verschiedener Größe und Farben begegnen uns täglich. Kinder bekleben Schränke und Regale mit ihren Helden und auf vielen neuen Waren kleben Etiketten mit dem Preis oder dem Label des Herstellers. Nicht immer lassen sich die Aufkleber ohne Weiteres wieder entfernen. Oft bleiben Rückstände des Klebers zurück, die man dann mühsam abknibbeln muss. Mit diesen Tipps können Sie Aufkleber und deren Rückstände von jedem Untergrund entfernen - ohne die Fingernägel einzusetzen.

Vor allem im Kinderzimmer sind Möbel, die von oben bis unten mit Aufklebern von Fußballern, Comic-Helden oder Prinzessinnen beklebt sind, keine Seltenheit. Doch Klebeetiketten finden sich auch auf vielen Neuwaren: Bei Gläsern und anderem Geschirr weist meist ein kleines Schildchen auf den Hersteller hin. Auf Einzelteilen wie einer neuen Schüssel klebt oft ein Strichcode-Aufkleber unter dem Boden, der sich nur schwer lösen lässt. Besonders schwer lassen sich Preisetiketten von Taschenbüchern entfernen, wenn die Bücher nicht in Klarsichtfolie eingeschweißt sind.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Haftung

Nicht selten entwickeln sich die Aufkleber zu einem echten Ärgernis. Längst nicht alle lassen sich problemlos von ihrem Untergrund lösen, ohne dass hässliche Klebereste zurückbleiben. Wie fest ein Aufkleber haftet und wie viel Knibbelei zum Entfernen nötig ist, hängt dabei von drei Faktoren ab:

- Material und Struktur des Untergrunds: Besonders fest kleben Etiketten auf glatten Untergründen wie Metall oder Glas. Der Haftkleber auf dem Etikett kann sich hier besonders gut mit dem Untergrund "vernetzen", wie Fachleute es nennen. Auf unbehandeltem Holzuntergrund ist die Haftwirkung geringer.

- Material des Etiketts: Papier reißt schneller ein als ein Kunststoffetikett. Kann man letzteres oft in einem Stück vorsichtig abziehen, lassen sich Aufkleber aus Papier, meist nur durch intensives Knibbeln mit den Fingernägeln rückstandslos entfernen.

- Der verwendete Klebstoff: Für Etiketten und Aufkleber kommen rund 30 verschiedene Klebstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften zum Einsatz. Schmelzklebstoffe lassen sich beispielsweise leicht lösen, indem man sie erwärmt. Andere Klebstoffe sind fett-, alkohol- oder wasserlöslich.

Knibbel-Aufkleber sind billiger zu produzieren

Wenn sich Aufkleber und Etiketten schlecht lösen lassen, hat das meist mit der Sparsamkeit des Etikettenherstellers zu tun. "Etiketten, die sich rückstandslos entfernen lassen, sind um einiges teurer als die permanent haftenden", erklärt Claudia Gross, Marketing-Chefin des Etikettierers Bizerba, gegenüber Spiegel Online. Um Verpackungskosten zu sparen, entscheidet sich mancher Hersteller und Abfüller für billigen Knibbel-Kleber. Bis der Kunde das merkt, hat er die Ware schließlich längst gekauft.

Das eine Hausmittel für alle Aufkleber gibt es nicht

Dass das Entfernen von Aufklebern und Etiketten viele Menschen umtreibt, wird bei einem Blick in diverse Online-Foren und Ratgeber deutlich. Hier überbieten sich die Nutzer mit Hausmitteln und angeblichen "Geheimtipps", die helfen sollen, Aufkleber ohne Rückstände zu entfernen. Der Klassiker unter den Hausmitteln ist sicherlich der Fön. Die heiße Luft erhitzt den Klebstoff und löst ihn so.

Daneben wird eine breite Palette anderer Mittel angepriesen, mit denen sich Aufkleber und Etiketten angeblich spielend leicht und ohne Kleberreste entfernen lassen - von Butter und Margarine über Nagellackentferner bis hin zu Tesafilm. Allerdings hilft nicht jedes Mittel bei jedem Kleber. "Das hängt immer davon ab, was für eine Klebstoffart verwendet wurde", erklärt Stefan Schulz vom Etikettenhersteller Brady gegenüber Spiegel Online. Mit Margarine etwa, lassen sich lediglich Aufkleber entfernen, bei denen ein fettlöslicher Klebstoff verwendet wurde. Kam ein Schmelzklebstoff zum Einsatz, hilft der Fön weiter.

Behutsam vorgehen

Viele Experten warnen allerdings vor unerwünschten Nebeneffekten, die bei der Behandlung mit Hausmitteln auftreten können. Nagellackentferner beispielsweise könne die behandelte Oberfläche angreifen. Vor allem bei sehr glatten oder polierten Oberflächen ist deshalb Vorsicht geboten. Ebenso wie Waschbenzin kann auch Nagellackentferner das behandelte Material ermatten lassen. Die Oberfläche verliert ihren Glanz und wird stumpf. Auch öl- und fetthaltige Mittel wie Margarine oder Speiseöl sind mit Vorsicht anzuwenden, um keine Sauerei zu veranstalten.

Etiketten-Hersteller empfehlen Spezial-Spray zum Entfernen

Die meisten Etiketten-Hersteller raten vom Einsatz solcher Hausmittel ab. "Wir empfehlen Etikettenlösersprays, die beispielsweise in Baumärkten erhältlich sind", so Stefan Schulz. Tatsächlich lösen die Spezial-Sprays die meisten Aufkleber schonend und ohne Rückstände von ihrem Untergrund. Allerdings sind die Sprays mit einem Preis von rund fünf Euro nicht ganz billig.

Faustregel für den Einsatz von Hausmitteln

Wer sich dieses Geld sparen will, sich aber nicht sicher ist, welche Art Klebstoff bei den zu lösenden Etiketten und Aufklebern verwendet wurde, sollte beim Einsatz von Hausmitteln die Faustregel "Wärme, Wasser, Öl, Alkohol" beachten. Man sollte also mit der unbedenklichsten Methode starten. Zunächst kann man sein Glück also mit dem Fön versuchen. Hat das keinen Erfolg probiert man es am besten zunächst mit Wasser, bevor man auf fett- und alkoholhaltige Mittel zurückgreift. Hausmittel, mit denen Sie Aufkleber und Etiketten ohne Knibbeln entfernen können, haben wir für Sie zusammengestellt.

Quelle: zuhause.de

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