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Ameisen bekämpfen: Die 12 besten Tipps gegen Ameisen im Haus

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Zwölf Tipps gegen Ameisen im Haus

Autor: hadiet

Ameisen im Haus sind lästig: 12 Tipps, wie Sie Ameisen bekämpfen können. (Quelle: imago\Rolf Braun)

Ameisen im Haus sind lästig: 12 Tipps, wie Sie Ameisen bekämpfen können. (Quelle: Rolf Braun/imago)

Bei schönem Wetter lässt man gerne mal Türen und Fenster offen stehen, damit die frische Luft ins Haus kommt. Allerdings finden auch Ameisen diese unversperrten Wege ins Haus sehr verlockend. Zielsicher suchen Sie den Weg zu den Nahrungsvorräten in Küche und Speisekammer. Auch wenn die Tiere in der Natur durchaus nützlich sind, möchte sie wohl kaum jemand in seiner Wohnung oder auf dem Esstisch haben. Gewöhnliche Kreide kann dabei helfen, dass die kleinen Tierchen gar nicht erst den Weg ins Haus finden. Doch wie wird man die emsigen Arbeitstiere am einfachsten los, wenn Sie erst einmal in der Wohnung sind? Wir haben zwölf Tipps gegen Ameisen im Haus zusammengestellt.

Eigentlich sind Ameisen recht nützliche Tiere, denn sie lockern mit ihren weitläufigen Gangsystemen den Erdboden auf und fördern damit das Wachstum der Pflanzen. Zusätzlich verbessern sie den Boden mit natürlichem Dünger, den sie in Form von Biomasse reichlich in die Erde einbringen.

Was Ameisen im Haus anrichten können

Doch wenn die kleinen Tierchen einmal den Weg ins Haus gefunden haben, können sie sehr lästig werden und Schaden anrichten. Denn Ameisen sind Vorratsschädlinge, die sich bevorzugt von zucker- und eiweißhaltigen Lebensmitteln ernähren. Zudem können sie Keime übertragen. Befallene Lebensmittel sollten daher unbedingt entsorgt werden. Doch auch ungenießbare Gebrauchsgegenstände sind vor den Insekten nicht sicher: So klettern sie beispielsweise schon mal in elektrische Geräte, und können dabei sogar einen Kabelbrand auslösen.

Gefährlich für Menschen sind Ameisen in Deutschland meist nicht

Mehr als unangenehm sind auch die Bisse und Stiche der Ameise. Allerdings führt das Sekret hierzulande in der Regel nur zu einer vorrübergehenden Reizung der Haut. Die Arten in unseren Breitengraden sind für Menschen meist ungefährlich, sofern es sich nicht um Allergiker handelt.

Wo kommen die Ameisen im Haus her?

Die meisten Ameisenarten haben ihre sogenannten Nester außerhalb des Hauses, beispielsweise unter Steinen, Platten, in Wandrissen oder an geschädigtem Holz. Auf ihrer Suche nach Nahrungsmitteln schlüpfen sie durch undichte Türen, Fenster oder Wandlücken und bilden regelrechte Ameisenstraßen. Diese entstehen durch Duftstoff-Markierungen. Je attraktiver das Futter, desto mehr Ameisen kennzeichnen den Weg zum Futter und umso stärker ist der Signalduft, was wiederum mehr Ameisen anlockt.

Ohne Chemie Ameisen bekämpfen

Bei der gezielten Bekämpfung der Ameisen sollte man schon zum eigenen Schutz auf den Einsatz von chemischen Mitteln verzichten. Chemische Biozide sind nicht nur für die Tiere schädlich. Der Einsatz von Chemikalien kann besonders für empfindliche Personengruppen wie Babys, Schwangere oder Kranke problematisch werden, wenn Sie mit den Giften in Kontakt kommen. Außerdem schädigen sie durch ihre Langlebigkeit auch die Umwelt, da sie in die Luft gelangen oder über das Ab- und Grundwasser in den Boden eingeleitet werden.

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Was Sie grundsätzlich bei Befall tun sollten

Wenn Sie die kleinen Plagegeister schon in Haus oder Wohnung haben, sind folgende Fragen wichtig: Um welche Ameisenart handelt es sich? Welche Nahrungsmittel werden bevorzugt? Wie kommen die Ameisen ins Gebäude und wo ist ihr Nest? Professionelle Schädlingsbekämpfer oder gegebenenfalls auch ein Bausachverständiger können Sie bei der Bekämpfung unterstützen. Oft können Sie die Tiere aber auch einfacher loswerden. Diese zwölf Tipps gegen Ameisen im Haus haben sich bewährt.

Die besten Tipps in der Übersicht

· Ameisen umsiedeln: Außerhalb des Gebäudes kann ein Ameisenvolk komplett umgesiedelt werden, indem man einen Blumentopf mit Erde oder Holzwolle füllt und diesen umgekehrt auf das Nest stellt. Wenn die Ameisen umgezogen sind, den Topf einfach mit einem Spaten aufnehmen und an einen neuen Ort setzen.

· Ameisennest überschwemmen: Wenn sich das Nest in einem bereits angelegten Kübel oder Blumenkasten befindet, setzen sie diesen wiederholt unter Wasser, bis sich das Volk einen neuen Wohnort gesucht hat.

· Ameisen umlenken: Um die Plagegeister schon vor dem Haus abzuwehren, kann man mit Kreide einen dicken Strich am Boden ziehen und diesen immer wieder auffrischen. Ameisen mögen keine Kreide, so dass diese für die Tierchen zur unüberwindbaren Barriere wird.

· Zugänge versperren: Ritzen und Spalten, durch die die Ameisen ins Haus eindringen können, sollten mit Lehm, Silikon oder Leim abgedichtet werden. Im Handel sind auch klebende Barrieren zu bekommen, die den Zugang zu Fenstern, Türen oder auf Regale verhindern.

· Ameisen mit Jauche bekämpfen: Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen rät, 300 Gramm frisches oder 30 Gramm getrocknetes Wermutkraut in zehn Litern Wasser anzurühren und die Brühe 14 Tage lang gären zu lassen. Anschließend wird das Gebräu in den Ameisenbau gegossen.

· Ätherische Kräuter schrecken Ameisen ab: Legen Sie Farnkraut, Thymian, Wacholderblätter, Tausendgüldenkraut, Kerbel, Zitronenkraut, Lavendelöl oder Lavendelblüten wiederholt auf der Ameisenstraße aus. Dadurch wird der Orientierungssinn der Ameisen gestört und sie werden auf Dauer vertrieben.

· Ameisen mit Hausmitteln bekämpfen: Legen Sie Zitronenschalen, Essig oder Zimtpulver vor den Zugängen aus. Durch die intensiven Gerüche werden die Ameisen abgeschreckt.

· Hirschhornsalz tötet Ameisen: Zusammen mit Zucker dient es als Köder. Der Backzusatz setzt für Ameisen giftiges Ammoniak frei, wenn die Tiere es verspeisen.

· Köderfallen sind zwar effektiv, aber nicht nur für Ameisen giftig: Sie enthalten einen Lockstoff verbunden mit einem Insektizid wie beispielsweise Spinosad. Die Ameisen nehmen das Gift auf und tragen es in ihren Bau. So wird die gesamte Population bekämpft. Gerade in Haushalten mit Kindern sollte aber zunächst auf ungiftige Methoden zur Ameisenbekämpfung zurückgegriffen werden.

· Tierfutter lockt Ameisen an: Achten Sie deshalb stets darauf, dass keine Futterreste im Hundenapf oder Katzen-Schälchen verbleiben.

· Lebensmittel immer dicht verschließen: Alle Lebensmittel sollten trocken, sauber und dicht gelagert sein, damit Ameisen erst gar nicht angezogen werden. In Glas- und Keramikgefäßen mit Gummidichtungen an den Deckeln sind Ihre Nahrungsmittel am besten aufgehoben. Gefäße mit Klippverschluss sind noch effektiver, da die Öffnung durch die Hebelwirkung noch besser abgedichtet wird.

· Bekämpfung mit Bioziden nur durch den Profi: Wenn alle Maßnahmen wirkungslos bleiben und der Befall zu schlimm wird, sollten Sie sich an einen Schädlingsbekämpfer wenden. Gehen Sie nicht auf eigene Faust mit hochgiftigen Bioziden gegen die Ameisen vor. Das gilt vor allem für Haushalte, in denen Kinder leben.

Quelle: zuhause.de

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