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Amaryllis pflegen: Die besten Pflegetipps für die Amaryllis

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Die Winterschönheit Amaryllis richtig pflegen

Die Amaryllis ist schön, aber auch giftig. (Quelle: imago\suedraumfoto)

Die Amaryllis ist schön, aber auch giftig. (Quelle: suedraumfoto/imago)

In der Winterzeit erleuchten Amaryllis mit ihrer Schönheit jeden Raum und vertreiben damit das triste Grau. Die üppigen Blüten des Rittersterns, wie die Pflanze korrekt heißt, beeindrucken mit einer Blühdauer von etwa 14 Tagen. Es gibt sie in zahlreichen Farbnuancen und verschiedenen Größen. Die Gewächse sind sehr anspruchslos und vertragen sogar die trockene Wärme im geheizten Zimmer. Wer sich die Amaryllis selber zieht, kann ein Naturschauspiel der Extra-Klasse aus nächster Nähe erleben. Dafür muss man allerdings einige Dinge beachten – Aufzieh- und Pflegeanleitung für die Amaryllis.

Eigentlich ist der Name Amaryllis botanisch gar nicht korrekt. "Zwar gehört sie zur Familie der Amaryllis-Gewächse, doch botanisch wird sie der Gattung Hippeastrum zugeordnet", erklärt Andreas Tunger, Präsident des Fachverbands Deutscher Floristen Berlin/Brandenburg. Sie wird im Deutschen auch Ritterstern genannt, der landläufige Name Amaryllis hat sich aber bis heute bewahrt und wird überall verstanden. Den botanischen Gattungsnamen Hippeastrum verdankt der Ritterstern seinen sternförmigen Blüten. "Er geht auf die griechischen Wörter 'hippeos' für Ritter und 'astron' für Stern zurück", erläutert die Floristmeisterin Heike Damerius aus Berlin.

Die hier bekannte "Amaryllis" ist gar keine

"Die Echte Amaryllis (Amaryllis belladonna) stammt aus Südafrika und hat duftende, rosafarbene Blüten", beschreibt Tunger. Die Amaryllis belladonna ist im Gegensatz zum eigentlichen Ritterstern eine eher empfindliche und schwierig zu kultivierende Pflanze. Sie blüht bereits im Herbst und schiebt erst danach ihr Blattwerk aus der Zwiebel. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Blütenstängel. Die des Rittersterns sind innen hohl und werden nach dem Schnitt mit einem kleinen Stab von innen stabilisiert. Die Stängel der echten Amaryllis sind fest.

Amaryllis muss mehrmals jährlich umziehen

Der Ritterstern hat – wie alle Zwiebelpflanzen – drei Vegetationsphasen: Seine Blühphase ist im Winter, die Wachstumsphase vom Frühjahr bis zum Sommer und die Ruhephase im Herbst. In diesen Phasen hat er unterschiedliche Kulturansprüche: Von Mai bis September benötigt der Ritterstern warme Temperaturen. Er kann in dieser Zeit im Garten oder auf dem Balkon stehen und Sonne tanken. Während der Ruhephase im Herbst bevorzugt er einen dunkleren Standort und Temperaturen um 16 Grad, wie es beispielsweise ein Keller bietet. "Man kann den Ritterstern während der Ruhephase aber auch einfach im Garten lassen", erklärt Andreas Tunger. Wichtig sei dann, dass er frostfrei steht.

Während der Blühperiode im Winter ist er mit der eher geringen Lichtintensität der Wohnräume zufrieden. "Das Spektrum der Blütenfarben reicht von reinem Weiß über Aprikot und Rosa bis hin zu einem leuchtenden Rot", umreißt Damerius das mögliche Farbspektrum beim Ritterstern. Es gebe auch Sorten mit noch auffälligerer Blütenfärbung oder sogar Streifen. Und jedes Jahr kommen neue Züchtungen hinzu: etwa mit gefüllten Blüten oder Miniformen für kleinere Arrangements.

Naturschauspiel: Mini-Knospe wird zur Mega-Blüte

"Der Ritterstern ist so besonders, weil aus einer winzigen, unscheinbaren Blütenknospe ein üppiges Blütenfeuerwerk entsteht", begeistert sich Damerius für die dekorative Pflanze. Wer das Naturschauspiel aus der Nähe betrachten möchte, darf allerdings nicht nicht die fertigen Schnittblumen kaufen, sondern muss sich aus einer Zwiebel sein eigenes Exemplar heran ziehen. "Das klappt sehr gut, denn die Amaryllis gehört trotz ihrer Schönheit zu den eher unkomplizierten Blumen", erklärt die Blumen-Expertin.

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Amaryllis aus Zwiebeln selbst heran ziehen: Pflegeanleitung

Für den Selbstanbau wird die Zwiebel im November in einen Topf gesetzt und etwa bis zur Hälfte mit Erde bedeckt. Der Topf habe die ideale Größe, wenn zwischen der Zwiebel und dem Topfrand nur eine Daumenbreite Platz ist. Die Zwiebel wird vorsichtig angegossen und an einen warmen Standort gestellt. Je wärmer er ist, desto schneller treibt die Zwiebel aus. Gut sind Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad.

Sobald sich Blütenschäfte und Blattstummel zeigen, empfiehlt Damerius, etwas mehr zu gießen und mit dem Düngen zu beginnen. Bis zum Aufblühen vergehen, je nach Reifegrad der Zwiebel, etwa sechs bis acht Wochen. Um eine Blütenbildung im darauffolgenden Jahr zu fördern, sollten verblühte Teile sofort abgeschnitten werden. So verbraucht die Pflanze keine Energie für die Samenbildung. "Der Stängel wird allerdings erst entfernt, wenn er vertrocknet ist."

Pflege nach der Blüte

Über das Frühjahr bildet die Knolle ein fächriges Grün. Ab August sollte weniger gegossen werden. Dann beginnt die Pflanze, die Nährstoffe aus den Blättern abzuziehen und zu speichern. Wenn die Blätter trocken sind, können auch sie entfernt werden. "Es ist der Beginn der Ruhephase, die etwa drei Monate andauert", sagt Floristin Damerius weiter. Dann zeigen sich wieder die ersten Blattspitzen, und ein neuer Zyklus mit prächtigen Blüten kann beginnen.

Eine gute Amaryllis erkennen

Heike Damerius empfiehlt, beim Kauf von bereits herangewachsenen Amaryllis auf Qualität zu achten. "Man sollte dicke Knospen mit mehreren Blüten wählen. Wenn diese gut durchgefärbt sind, kann man davon ausgehen, dass sie schön blühen."

Von der Amaryllis gibt es verschiedene Sorten

Eine interessante Sorte sei "Tinto Night", eine bordeauxrote, fast schwarze Sorte, die sehr elegant wirke. Und die Sorte "Clown" wirke mit ihren rot-weiß gestreiften Blüten besonders fröhlich. Doch egal wie schön die Blüten auch aussehen mögen: Alle Pflanzenteile der Amaryllis sind giftig. Vor allem die Zwiebeln sind hochgradig toxisch und beim Verzehr von nur zwei bis drei Gramm tödlich. Die Pflanze sollte also unbedingt außerhalb der Reichweite von Kleinkindern stehen.

Pflegetipps für die Amaryllis (Hippeastrum vittatum)

Wachstumsphase – Frühjahr bis Sommer

Viel Licht und Wärme, gerne auch im Freien.

Ruhephase – Herbst

Temperaturen um 16 Grad, wenig Licht. Unbedingt Frost vermeiden!

Blühphase – Winter

Zimmertemperatur, normale Lichtverhältnisse im Zimmer genügen.

Zum Zimmerpflanzen-Lexikon: Tipps für die beliebtesten Zimmerpflanzen

Quelle: dpa-tmn

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